Produktion

Eine der zentralen Veränderungen, die im Journalismus in den vergangenen Jahren stattgefunden haben, ist die deutliche Zunahme des Anteils von Frauen in diesem Beruf. Allerdings korrespondiert der deutlich gestiegene Frauenanteil in den Redaktionen nicht in gleichem Maße mit einer Veränderung der Darstellung der Geschlechter in den Medien. Woran liegt das? Welche Strukturen, Praktiken und Routinen sind in der täglichen journalistischen Arbeit verantwortlich für die Bilder, die Medien von Spitzenfrauen und -männern vermitteln?

Ein Anliegen des Projektes ist es zu rekonstruieren, mittels welcher professioneller Handlungsmuster und Routinen journalistische Selektionsprinzipien und Darstellungsweisen entstehen, die geschlechtsgebundene mediale Präsentationen zur Folge haben. Hierfür werden ExpertInnengespräche mit Journalistinnen und Journalisten in verantwortlichen Positionen aus den Ressorts Politik, Wirtschaft und Wissenschaft durchgeführt. Auf diese Weise werden die spezifischen Bedingungen, Routinen und Entscheidungsprozesse exemplarisch analysiert, die zu aktuellen geschlechtsgebundenen Medienbildern führen.

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